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Die Tücken im Online-Dating und das beste Profil

Der Beliebtheitsgrad von Online-Dating- und Flirtportalen ist in den letzten Jahren steil in die Höhe geschossen. Sowohl Männer als auch Frauen nutzen das Internet, um sich auf die Suche nach einer Verabredung, einer Affäre oder einer festen Partnerschaft zu begeben.Doch auch online will das Flirten gelernt sein! Für viele Nutzer stellt sich „die Verabredung aus dem Internet“ am Ende als Reinfall heraus oder es kommt gar nicht erst zu einem realen Treffen. Wie sollte ein Profil also gestaltet werden, um nicht auf die Tücken im Online-Dating hereinzufallen? Was sollten Sie bei der Fotoauswahl beachten? Welche Nachrichten werden am ehesten beantwortet? In diesem Artikel haben wir alle wichtigen Informationen für Sie zusammengefasst.

Mann sitzt vor einem Notebook und prüft sein Online-Dating Profil
Mann sitzt vor einem Notebook und prüft sein Online-Dating Profil

 

Unsere Beiträge sind sehr ausführlich. Bitte nutzen Sie daher zur besseren Navigation das Inhaltsverzeichnis. Sollten Sie ergänzende Anregungen oder eigene Erfahrungen zum Thema besitzen? Freuen wir uns natürlich sehr über ein entsprechendes Kommentar am Ende des Beitrages.  

Wir wünschen eine inspirierende Lektüre!

Inhaltsverzeichnis
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    Ist Online-Dating das Richtige für Sie?

     

    Warum online und nicht in der realen Welt auf Partnersuche gehen? Beide Vorgehensweisen haben ihre Vor- und Nachteile. Sie hängen letztlich vor allem davon ab, was für ein „Typ Mensch“ Sie sind und ob Sie spezielle Vorstellungen von Ihrem Partner haben. Es spricht jedoch nichts dagegen, die reale und die virtuelle Welt parallel für die Partnersuche zu nutzen.

     

    Setzen Sie große Hoffnungen in die digitale Partnersuche oder sind Sie einfach nur neugierig? In letzterem Fall können Sie natürlich einfach einmal probehalber auf die Pirsch gehen. Ansonsten sollten Sie sich vorab einige Gedanken machen.

     

    Ziele

    Ehe Sie sich in die Welten des Online-Datings begeben, sollten Sie sich darüber im klaren sein, was Sie eigentlich suchen. Sind Sie eher auf ein kurzes Abenteuer aus, wünschen Sie sich eine feste Partnerschaft oder möchten Sie es einfach auf sich zukommen lassen? Bei vielen Plattformen steht mehr das eine oder das andere im Vordergrund. Melden Sie sich von vornherein in einer Community an, die zu Ihren Zielen passt, um Enttäuschungen vorzubeugen.

     

    Registrieren und mit wenigen Klicks den idealen Partner finden? Diese Erwartungshaltung sollten Sie schleunigst ablegen. Denn wie auch im echten Leben gilt: Unseren Traumpartner treffen wir oft gerade dann, wenn wir am wenigsten damit rechnen. Krampfhaftes Suchen und Flirten wie ein Weltmeister sind selten zielführend. Damit es wirklich „funkt“ – und zwar auf beiden Seiten – , gehört viel mehr dazu, als toll auszusehen, nett und humorvoll zu sein.

     

    Auch digital sollten Sie also eine ordentliche Portion Geduld mitbringen. Gut Ding will Weile haben: Nehmen Sie sich lieber Zeit für die Suche, um den Partner Ihrer Träume zu finden, als sich möglichst schnell und nur mit halbem Herzen für jemanden zu entscheiden.

     

     

    Welche Vorteile bietet Ihnen das Online-Flirten?

     

    Was macht Online-Dating eigentlich so beliebt?

    Die Partnersuche über das Internet hat einige Vorzüge. In den folgenden Fällen sind Sie womöglich ein geeigneter "Kandidat":

    • Introvertierter Charakter: Wenn es Ihnen schwerfällt, auf Menschen zuzugehen, fällt die Kontaktaufnahme über das Internet erheblich leichter als im realen Leben.
    • Mangelnde Spontanität: Sie wissen oft einfach nicht, was Sie sagen sollen - vor allem nicht beim Flirten? Beim Chatten können Sie in aller Ruhe über Ihre Antwort nachdenken, ehe Sie sie abschicken.
    • Zeitmangel: Sie haben selten die Gelegenheit, auszugehen und Menschen kennenzulernen? Online können Sie jederzeit und von überall aus "nebenher" flirten.
    • Ortsunabhängigkeit: Über das Internet können Sie im Handumdrehen auch Personen kennen lernen, die Sie sonst vermutlich nie getroffen hätten. Womöglich wohnt Ihr Traumpartner in einer anderen Stadt oder sogar in einem anderen Land?
    • Besondere Ansprüche: Haben Sie ein ganz spezielles Hobby oder eine Eigenart, die Ihr Partner mit Ihnen teilen soll? Die Nadel im Heuhaufen findet sich online leichter.
    • Gleichgesinnte: Sie möchten einer Person näherkommen, sind sich aber nicht sicher, ob sie momentan an Dates interessiert oder überhaupt solo ist? Das wird Ihnen online nicht passieren: In einschlägigen Foren tummeln sich für gewöhnlich nur Personen, die die gleichen Ziele verfolgen wie Sie.

    Welche Nachteile können sich beim Online-Dating ergeben?

     

    Zweifelsohne hat es auch seine negativen Seiten, eine Person erst virtuell und dann im realen Leben kennen zu lernen:

    • Fehleinschätzungen durch eingeschränkte Kommunikation
    • Zu hohe Erwartungen
    • Bindungsprobleme

    Falsche Einschätzung: Wenn wir uns gegenseitig schreiben, fehlen einige essenzielle Facetten der Kommunikation: Die Mimik, Gestik, Körperhaltung, der individuelle Geruch, aber auch die Stimme und Sprechweise tragen einen entscheidenden Teil dazu bei, ob uns eine Person sympathisch ist, attraktiv und vertrauenswürdig erscheint.

     

    Zu hohe Erwartungen: Der detaillierte Filter im Dating-Portal mag durchaus seine Vorteile haben. Doch er kann auch dazu führen, dass wir unrealistische Erwartungen entwickeln. Wer versucht, einen perfekten Menschen als Partner zu finden, wird womöglich schnell enttäuscht: Kein Filter erfasst alle Facetten eines Menschen, kein Mensch entspricht jederzeit den Angaben in seinem Profil und auch in der besten Beziehung sind gelegentliche Konflikte normal.

     

    Wenn dieses Streben nach Perfektion überhand nimmt, entwickeln sich mitunter sogar Bindungsprobleme: Manchen Nutzern gelingt es immer weniger, sich auf eine Person einzulassen, nachdem sie das „riesige Angebot“ im Internet entdeckt haben; da permanent der Gedanke mitschwingt, dass sie beim nächsten Klick vielleicht „noch jemand Besseren“ entdecken könnten.

     

     

    Geeignete Fotos als Grundpfeiler für eine erfolgreiche Kontaktaufnahme und ein hervorragendes Profil

    Profilbilder in unterschiedlichen Stimmungslagen
    Profilbilder in unterschiedlichen Stimmungslagen

    Sicherlich kennen Sie das Phänomen: Sie klicken oder „wischen“ sich durch eine Reihe von Profilen, doch keines haut Sie wirklich vom Hocker. Der eine Nutzer verwendet nur eine strenge Auswahl maximal gestellter Fotografen-Bilder, der nächste scheint in einer Disko zu leben und dann gibt es schließlich noch die Kandidaten, die sich grundsätzlich hinter ihrer Sonnenbrille verstecken. Manch einer scheint sein komplettes Leben als Fotodokumentation offenzulegen; dem nächsten gelingt nicht mal ein einziges Foto in guter Qualität.

     

    Wie sollte ein Foto aussehen, um gleichzeitig einen positiven und einen besonderen Eindruck zu erwecken? Wie lässt es den Betrachter innehalten und vermittelt ihm das Gefühl, dass es sich „lohnen“ würde, Ihnen zu schreiben?

     

     

    Der erste Eindruck ist der äußere: Welche Fotos ziehen die Aufmerksamkeit an

     

    Nur die inneren Werte zählen“? Das mag in einer Freundschaft zutreffen; beim Thema Flirten und Partnerschaft ist es hingegen die Ausnahme: Die wenigsten Personen möchten einem Menschen näherkommen, den sie nicht attraktiv finden. Während in einer Partnerschaft sowohl Attraktivität als auch ein passender Charakter wichtig sind, spielt letzterer bei einer einmaligen Verabredung oder einer kurzfristigen Affäre eine untergeordnete Rolle.

     

    Abgesehen davon, dass die „äußeren Werte“ in Dating-Portalen eine hohe Priorität genießen, ziehen wir beim Anblick eines Menschen automatisch auch Rückschlüsse auf seine Charaktereigenschaften und Absichten. Eine Person, die ein ehrliches, natürliches Lächeln zeigt, wirkt auf uns in aller Regel sympathischer als ein finster blickender Mensch. Wer sich auf jedem Foto in perfektem Styling und einer gestellten Pose zeigt, wirkt häufig unnatürlich, arrogant oder unsicher. Mit extra viel „nackter Haut“ lenken wir die Gedanken des Betrachters in den erotischen Bereich, wodurch wir mehr den Wunsch nach einem schnellen Date als nach einer Partnerschaft vermitteln. Wer sich auf jedem Foto mit Freunden des anderen Geschlechts zeigt, weckt beim Betrachter möglicherweise die Befürchtung, dass Eifersuchtskonflikte vorprogrammiert seien.

    Das kommt gut an:

    • Fotos in verschiedenen „Stimmungslagen“
    • Ungezwungene, natürliche Fotos
    • Ungewöhnliche Fotos
    • Alltagsfotos
    • Fotos, die positive Emotionen vermitteln

    Fotos in verschiedenen „Stimmungslagen helfen dem Betrachter, Sie auch ohne direkten Kontakt besser einschätzen zu können. Zeigen Sie sich im Wechsel beispielsweise fröhlich, konzentriert, entspannt, erstaunt und während einer sportlichen Anstrengung. Dadurch wirken Sie gleichzeitig authentischer, als wenn Sie auf jedem Foto denselben Gemütszustand widerspiegeln; Sie sind schließlich nicht permanent am Lachen oder Philosophieren.

     

    “Natürliche“ Fotos: Sie erwarten keine Model-Aufträge, sondern Nachrichten von Personen, die Sie privat kennen lernen möchten. Zumindest ein Teil der Bilder sollte das auch widerspiegeln. Natürlich ist das eine oder andere inszenierte Foto vollkommen okay: Professionelle Fotos vom Fotografen zeigen außerdem, dass Sie sich viel Mühe gegeben haben, um mit Ihrem Profil einen guten Eindruck zu erwecken. Dennoch sollten einige „ungestellte“ Fotos nicht fehlen: Beispielsweise Bilder, die während eines gemeinsamen Ausflugs mit Freunden geschossen wurden, ohne dass Sie die Kamera beachtet haben. Natürlich sollten Sie darauf dennoch gut getroffen sein.

     

    Ungewöhnliche Fotos: Sie haben ein besonderes Hobby, ein ganz spezielles Talent oder hatten ein unvergessliches Erlebnis? Diese Art von Fotos sticht hervor und lässt Sie interessant wirken! Übertreiben Sie es aber nicht: Schließlich soll nicht der Eindruck entstehen, dass in Ihrem Leben kein Platz mehr für "gewöhnliche" Dinge ist. Beschränken Sie sich auf ein bis zwei „besondere“ Fotos, die Ihr Profil von anderen abhebt, neugierig macht und Gesprächsstoff liefert.

     

    Alltagsfotos: Sie reisen, feiern oder trainieren gerne? Das dürfen Sie natürlich zeigen; doch vergessen Sie nicht, dass es in einer Partnerschaft auch einen normalen Alltag gibt. Wer das Gefühl vermittelt, permanent unterwegs zu sein und Abenteuer zu benötigen, wirkt mitunter nicht „beziehungstauglich“ oder weckt beim Betrachter die Befürchtung, "nicht mithalten" zu können.
    Grundsätzlich sollten Ihre Fotos positive Emotionen vermitteln. Natürlich sind Sie nicht immer gut gelaunt; dennoch sollte der Betrachter etwas Schönes empfinden, wenn er Ihre Fotos anschaut. Bilder, die den Profilbesucher erschrecken, ekeln oder bestürzen, führen bei ihm automatisch zu negativen Assoziationen mit Ihrem Profil. Niemand möchte beispielsweise sehen, wie Sie weinen, bluten, krank im Bett liegen oder sich bei einem Wettessen die Backen vollstopfen.

     

    Fotos mit Tieren kommen fast immer gut an. Sie sind ein großer Tierfreund? Dann ist Ihnen dies vermutlich auch bei Ihrem Partner wichtig. Aber vermeiden Sie bitte „spektakuläre“ Fotos, die im Rahmen tierquälerischer Touristenattraktionen mit Tigern, Elefanten und Co. entstanden sind. Sie haben mit Tieren nicht viel am Hut? Dann tun Sie auch nicht so; in der Hoffnung, mehr Nachrichten zu ergattern. Schließlich gibt es genügend andere Motive, die Ihren Interessen entsprechen.

     

    Welche Fotos sollten Sie auf Ihrem Profil besser vermeiden?

     

    Einige Arten von Fotos kommen meistens nicht gut an.

    Dazu gehören:

    • Zu ähnliche Bilder
    • Unscharfe Bilder
    • Eklige / schockierende / beklemmende Bilder
    • Vermeintliche „Pärchenbilder“
    • Fotos zulasten von anderen Menschen oder Tieren
    • (Freizügige Bilder)

    Ähnliche Bilder: Sie haben mehrere schöne Fotos geschossen, die nahezu identisch sind, und können sich nicht entscheiden? Tun Sie es trotzdem. Ein Bild, das sich nur durch Ihr eine Nuance breiteres Lächeln oder den um 10 Grad stärker geneigten Kopf von seinem Vorgänger unterscheidet, ist mit keinerlei Mehrwert für den Betrachter verbunden und lässt Sie eitel wirken.

     

    Unscharfe Fotos sind nur in den seltensten Fällen für das Dating-Profil geeignet; etwa, wenn sie eine besonders schnelle Bewegung beim Sport oder Springen demonstrieren wollen; oder wenn auf dem Bild etwas so Spektakuläres zu sehen ist, dass der Betrachter eine leichte Unschärfe verzeiht. Ansonsten gilt: Schade, dass das Foto nichts geworden ist, aber in Ihr Profil gehört es trotzdem nicht. Andernfalls entsteht leicht der Eindruck, dass Sie sich nicht die Mühe für ein besseres Foto machen wollten oder hinter der Unschärfe etwas verbergen möchten.

     

    Durch eklige, schockierende oder beklemmende Bilder die Aufmerksamkeit gewinnen? Das ist keine gute Idee. Zwar schaut der Betrachter das Foto vielleicht einen Moment länger an; doch Ihr Profil fällt negativ auf und der Besucher wird sich die Frage stellen, weshalb Sie ein solches Foto hochgeladen haben.

     

    Ein Foto von Ihnen Arm in Arm mit einer Person des anderen Geschlechts, die Ihr Partner sein könnte? Sofern es sich dabei nicht um Ihren Bruder oder Ihre Schwester handelt und Sie dies unübersehbar in der Bildunterschrift vermerken: Lassen Sie es einfach. Eine Frau, die Ihr Profil besucht, möchte nicht wissen, wie „dicke“ Sie mit Ihrer besten Freundin sind. Durch „Pseudo-Pärchenbilder“ steigern Sie weder den „Jagdtrieb“ des Betrachters noch provozieren Sie, dass er nachfragt.

     

    Im Gegenteil er wird eher Ihr Profil einfach verlassen: Die Auswahl ist viel zu verlockend, als dass man sich um eine Person zu bemühen bräuchte, die von vornherein mit einer „Kampfansage“ in den Kontakt startet. Denn genau das vermittelt ein Foto mit dem vermeintlichen Partner: Sie pflegen eine so enge Beziehung zu dieser Person, dass sie als Ihr Partner durchgeht; und es interessiert Sie auch nicht, dass Ihr tatsächlicher (künftiger) Partner sich daran stören könnte.

     

    Ein Selfie, in dessen Hintergrund sich jemand blamiert? Das kann lustig sein, hat aber im Internet nichts verloren. Verzichten Sie auf Fotos, die eine „Gemeinheit“ zulasten von Mitmenschen oder Tieren zeigen. Damit vermitteln Sie grundsätzlich einen schlechten Eindruck von sich.

     

    Freizügige Bilder für mehr Kontakte? Wenn Sie nur auf ein oder wenige Treffen aus sind: Kein Problem. Wenn Sie einen Partner für eine langfristige Beziehung suchen: Lieber nicht. Denn genau Ersteres vermitteln Sie, wenn Sie den Fokus gezielt auf die Vorzüge Ihres Körpers lenken. Wer an einer festen Partnerschaft interessiert ist, hält sich von freizügigen Profilen eher fern; und schaut sich stattdessen die Profile an, die neben Attraktivität Sympathie und Vertrauenswürdigkeit ausstrahlen. Natürlich sollten Sie sich von Ihrer besten Seite zeigen und dürfen dazu körperbetonte Kleidung tragen; bezüglich nackter Haut ist weniger allerdings mehr.

    Wie viele Fotos sollten es sein?

     

    Hier gilt es, die goldene Mitte zu finden! Ein einzelnes Foto genügt selten, um beim Betrachter Interesse zu wecken, und erinnert mitunter an ein Fake-Profil. Andererseits möchten Sie den Besucher Ihres Profils auch nicht mit einem Bildermarathon erschlagen: Kaum jemand wird sich erst einmal durch 50 Bilder klicken, ehe er sich entscheidet, ob er Ihnen schreibt oder nicht.

     

    Sie kennen es vermutlich von sich selber: Erscheint Ihnen das erste Foto einer Person attraktiv, schauen Sie sich gerne noch vier, fünf weitere an. Wenn Ihr Interesse währenddessen wächst, vielleicht auch zehn. Dies genügt dann aber in der Regel auch, um die jeweilige Person aus verschiedenen Perspektiven und in unterschiedlichen Situationen zu sehen, sodass Sie einen Eindruck ihrer Mimik und ihres dreidimensionalen Erscheinungsbildes gewinnen; und dadurch sicherzugehen, dass nicht nur das erste Foto überdurchschnittlich gut getroffen ist, sondern die Person Ihnen tatsächlich gefällt.
    Eine zu große Fülle an Fotos überfordert und vermittelt den Eindruck, dass die entsprechende Person uns möglichst sofort ihr komplettes Leben offenlegen möchte; ähnlich einer Person, die gleich beim ersten Treffen wie ein Wasserfall redet und ihre komplette Lebensgeschichte erzählt.

     

    Lassen Sie den Profilbesucher an Ihrem Leben teilhaben – aber behalten Sie auch noch etwas für sich. Immerhin benötigen Sie noch genügend Redestoff, um ihn während der ersten Treffen mit etwas überraschen können. Beschränken Sie sich auf 5 bis 15 aussagekräftige, vielsagende Fotos, die Ihr Leben und Ihren Charakter möglichst treffend repräsentieren.

     

     

    Der Profiltext: Den Besucher mit geeigneten Worten überzeugen und auf das eigene Profil lenken

    be creative wird auf weißes Papier geschrieben
    be creative wird auf weißes Papier geschrieben

    Auch das haben Sie vielleicht schon erlebt: Die Fotos eines Nutzers vermitteln einen guten Eindruck, doch nach einem Blick auf dem Profiltext bekommen Sie Zweifel. Oft reihen sich diese Profile zuhauf aneinander: Standard-Profiltexte, die an ein Bewerbungsschreiben erinnern, erscheinen im Wechsel mit solchen, die scheinbar auf einer shift- und satzzeichen freien Tastatur entstanden sind oder deren Autor das Sprichwort „In der Kürze liegt die Würze“ etwas zu ernst genommen hat. Welche Profiltexte und -informationen sind wirklich erfolgversprechend?

     

     

    Welchen Umfang sollten Ihre Texte bereitstellen?

     

    Ebenso wie beim Thema Fotos gilt auch hier: Finden Sie die goldene Mitte. Mit zu knapp gehaltenen Texten kann der Besucher des Profils nichts anfangen; zu ausführliche werden vermutlich nicht gelesen.

     

    Sätze wie „Ich bin ich“, „Selber fragen“ oder „Lern mich kennen“ machen nicht neugierig, sondern sind schlichtweg nichtssagend und langweilig. Sie vermitteln den Eindruck, dass der Nutzer keine große Mühe in sein Profil investieren wollte, vollkommen unkreativ ist oder nichts Positives über sich zu sagen hat. Auch eine gewisse „Arroganz“ kann dabei mitschwingen: Der User wirkt so von sich überzeugt, dass er erwartet, trotz eines nichtssagenden Profiltextes angeschrieben zu werden, um ihm seine Geheimnisse zu entlocken. Letztlich wird ein Profil, das kaum oder gar keinen Text beinhaltet, mitunter für ein Spam-Konto gehalten.

     

    Endlos lange Texte, in denen Sie Ihre Persönlichkeit bis ins kleinste Detail analysieren oder Ihre halbe Lebensgeschichte offenlegen, erschlagen den Leser hingegen und nehmen Ihrem Profil seinen Reiz. Oder möchten Sie sich erst durch eine Autobiographie kämpfen, ehe Sie eine Person überhaupt das erste Mal getroffen haben?

     

     

    Die Aussagekraft Ihres Schreibstil

     

    Auch Ihr Schreibstil sagt dem Leser einiges über Sie. Hierzu gehört in jedem Fall die Rechtschreibung: Ein Text ohne Punkt, Komma und Großschreibung kommt in der Regel nur bei Personen gut an, denen es gar nicht auffällt, weil sie selber ebenso nachlässig mit der Orthographie umgehen. Auf die meisten anderen wirken Sie damit ungebildet oder schlichtweg chaotisch und unstrukturiert. Auch entsteht der Eindruck, „schnell etwas heruntergeschrieben“ und auch auf das Probelesen bequem verzichtet zu haben. Umgekehrt gilt: Ein Text in korrekter Rechtschreibung und Grammatik kommt immer gut an.

     

    Gehören Sie auf dem Gebiet der Rechtschreibung nicht unbedingt zu den Profis, sollten Sie Ihren Text gegenlesen lassen - zur Not auch von einem Rechtschreibprogramm - , ehe Sie ihn veröffentlichen. Dadurch vermeiden Sie grobe Schnitzer. Punkte zwischen den Sätzen machen übrigens schon einiges aus!

     

    Die Ausdrucksweise sollte gewissermaßen Ihrem Charakter entsprechen. Sorgen Sie immer und überall für gute Laune? Dann macht sich auch Ihr Text mit einer guten Portion Humor am besten. Andernfalls verzichten Sie besser auf übermäßiges „Witzeln“, um später beim Real-Life-Treffen nicht unglaubwürdig zu erscheinen.
    Sind Sie sprachlich eher der entspannte Typ, der in lockerem Dialekt plaudert und gerne Umgangssprache und Modebegriffe nutzt? Dann sollte auch Ihr Profiltext nicht in gewähltem Beamtendeutsch geschrieben werden oder aus komplexen Schachtelsätzen bestehen.

     

     

    Welche Informationen verbessern Ihren Profiltext?

     

    Was sollte nun schlussendlich in Ihrem Text stehen?

    Überlegen wir uns zunächst, welche Ziele ein Profiltext verfolgt:

    • Der Leser soll einen kompakten Gesamteindruck von Ihnen bekommen.
    • Sie möchten sich positiv von anderen Profilen abheben.
    • Sie möchten in einem guten Licht dastehen und dabei ehrlich bleiben.
    • Der Leser soll neugierig werden und Lust bekommen, Ihnen zu schreiben.

    Der Gesamteindruck sollte so gut wie möglich mit dem Ihrer Fotos harmonieren. Das heißt: Wenn Ihre Fotos Sie bei der Arbeit, während Ihrer Hobbys, mit Ihren Haustieren oder während eines Urlaubs zeigen, wirkt es sehr stimmig, diese Themen auch im Text kurz aufzugreifen. Vermitteln Sie dem Leser kurz und bündig die folgenden Informationen: Was tun Sie beruflich und in Ihrer Freizeit? Was sind Ihre markantesten Charakterzüge? Welche interessanten Eigenarten, Talente und Hobbys haben Sie?

     

    Positiv herauszustechen ist von großer Bedeutung, um sich gegen die immense Konkurrenz in Dating-Portalen durchzusetzen. Das bedeutet nicht, dass Sie sich selbst in den Himmel loben oder einen abenteuerlichen Schreibstil annehmen sollten. Punkten Sie mit einem knackigen Text, der sich angenehm liest, interessante Informationen enthält und vor allem Ihre Besonderheiten aufgreift. Gehen Sie in sich und überlegen Sie selbst: Was würde Sie in einem Profil positiv überraschen? Was hält Sie davon ab, bestimmten Personen zu schreiben, und wie könnte derjenige das ändern?

     

    Eine positive, aber ehrliche Selbstdarstellung verhindert Enttäuschungen beim oder nach dem Date. Heben Sie Ihre Stärken hervor, ohne es dabei mit Superlativen zu übertreiben. Überlegen Sie, wie Ihre Freunde und Familienmitglieder Sie beschreiben würden. Stellen Sie sich anschließend die Frage, ob Sie selbst umgekehrt einer Person schreiben würden, die sich auf diese Weise darstellt.

     

    Verzichten Sie darauf, Ihre Schwächen zu erwähnen. Dies mag im ersten Moment auf bescheidene Weise ehrlich wirken, kann aber nach hinten losgehen. Denn meist schwingt beim Lesen der Gedanke mit: „Wenn er / sie das schon bei sich ins Profil schreibt, muss es wirklich gravierend sein.“ Wer zum Beispiel gelegentlich mal faulenzt, zu einer kleinen Notlüge greift, schlechte Laune bekommt oder Vorurteile hat, befindet sich damit in der überwiegenden Mehrheit; und braucht es definitiv nicht in seinem Dating-Profil zu erwähnen!

     

    Mitunter wirken negative Informationen dieser Art auch wie eine Entschuldigung oder Rechtfertigung vorab; nach dem Motto: „Beschwer dich nicht, du wusstest ja von Anfang an, dass ich so bin.“ Ausnahme: Sie deuten einen kleinen Schwachpunkt an, verpacken ihn aber mit so viel Humor, dass er den Leser zum Lachen bringt und dadurch sogar positive Empfindungen auslöst. Beispiel: "Ich bin gerne sportlich unterwegs, sonntags allerdings auch gern mal eine faule Socke."

     

    Natürlich dürfen Sie Schwächen haben und sollten diese auch nicht leugnen. Beispiel: Sie kommen durchaus gelegentlich zu spät oder vergessen das eine oder andere. Das ist in Ordnung; aber beschreiben Sie sich dann bitte nicht als „pünktlich und organisiert.“ Sie neigen zu Ungeduld, Nervosität und Pessimismus? Dann bezeichnen Sie sich nicht als „die Ruhe in Person“ oder jemanden, der „immer positiv denkt“. Sind Sie eher der ernste, nachdenkliche Typ? Dann stellen Sie sich nicht als ausgesprochenen Spaßvogel dar.

     

    Die Neugier des Lesers wecken: Wie funktioniert das? Wenn Sie die bisherigen Ratschläge berücksichtigt haben, stehen die Chancen schon einmal sehr gut: Sie haben Ihre interessanten Facetten erwähnt, das Wichtigste über sich erzählt, ohne dabei auszuschweifen, und wirken sympathisch genug, damit man Ihnen spontan eine Nachricht schreiben möchte. Überflüssig sind übrigens Sätze wie „Schreib mir einfach!“ – es versteht sich von selber, dass dies in einem Dating-Portal das Ziel ist; und wenn Ihr Profil dem Besucher interessant genug erscheint, wird er Ihnen so oder so eine Nachricht schicken.

     

    Witzige Alternative: Sie stellen in Ihrem Profil eine kreative Frage und fordern den Leser auf, Ihnen die Antwort zu nennen, wenn er Ihnen schreibt. Das ist nicht nur mit einem Spaßfaktor verbunden und Sie erfahren bereits etwas Interessantes über die jeweilige Person; sondern Sie sehen auch auf den ersten Blick, wer Ihr Profil tatsächlich gelesen hat. Geeignete Fragen sind zum Beispiel: „Wie stellst du dir deinen Traumurlaub vor?“ oder „Wenn du Millionär wärst: Was dürfte in deiner Villa auf keinen Fall fehlen?“

     

    Sie haben Ihr Profil fertig gestellt? Herzlichen Glückwunsch! Nun sollten Sie es sich noch einmal in aller Ruhe ansehen und kritisch beurteilen. Dies gelingt noch besser, wenn Sie es einer vertrauten Person zeigen und diese um ihr ehrliches Feedback bitten: Haben Sie sich treffend beschrieben? Wirken Sie auf Ihren Fotos sympathisch? Spiegeln sie Sie authentisch wider? Hebt sich Ihr Profil auf eine positive Weise von anderen ab? Idealerweise lassen Sie ihr Profil von einer Person des anderen Geschlechts, die ungefähr in Ihrem Alter ist, bewerten. Würde sie Ihnen schreiben? Hat sie Verbesserungsvorschläge? Wenn Sie die Möglichkeit haben, bitten Sie mehrere Personen um ihre Meinung.

     

     

    Die folgenden Informationen sollten Sie im Profiltext vermeiden!

     

    Es gibt einige Dinge, die sich gar nicht gut im Profiltext machen.

    Dazu gehören:

    • Selbstbeschreibungen, die einem Bewerbungstext gleichen
    • Angeberei, prollige Sprüche
    • Unterwürfigkeit, „Verzweiflung“
    • Obszönitäten

    Bewerbungs-Stil: „Ich bin Maja, 27, Bürokauffrau, ledig und wohne in Wittlich.“ Trockener kann ein Text kaum beginnen. Starten Sie mit einem Einleitungssatz, der sich angenehm liest und die Lust am Weiterlesen weckt. Nutzen Sie positive Adjektive, die auch gerne emotional sein dürfen: „Ich bin Maja, eine leidenschaftliche Zeichnerin aus Wittlich!“ Das genaue Alter ist in der Regel von untergeordnetem Interesse und auch der Beruf muss nicht gleich im ersten Satz stehen.

     

    Prollige Texte wirken in aller Regel abschreckend; es sei denn, Sie haben nichts gegen einen Partner, der hauptsächlich an Ihrem Geld, Ihrem Ansehen oder Ihrem Auto interessiert ist. Auch mit Ihren körperlichen Attributen sollten Sie besser nicht prahlen.

     

    “Verzweifelter Single auf der Suche,“ „Schon seit Jahren alleine“, „Rette mich aus meiner Einsamkeit“, … Solche Sprüche führen zu nichts; vor allem nicht in männlichen Profilen. Oder möchten Sie nur aus Mitleid angeschrieben werden? Darüber hinaus wird Sie niemand kontaktieren, wenn Sie den Eindruck erwecken, „aus der Not heraus“ ohnehin jede Kontaktanfrage anzunehmen.

     

    Obszöne Sprüche und sexuelle Anspielungen führen auf Dating-Seiten, deren Motivation in schnellen sexuellen Kontakten besteht, vielleicht zum Ziel. Wer eine längerfristige Partnerschaft sucht, sollte sie hingegen tunlichst bleiben lassen.

     

    Partnersuche: Wie Sie sich im Dschungel der Single-Profile zurechtfinden

    Frau auf Brücke mit Blick in den Dschungel der die schwiew
    Frau auf Brücke mit Blick in den Dschungel

     

    „Tausende Singles warten auf Sie!“ Mit dieser Art von Werbeslogans machen Dating-Portale auf sich aufmerksam. Klingt verlockend; doch wie finden Sie unter all den „Wartenden“ den Partner, der perfekt zu Ihnen passt? Und wie setzen Sie sich gegen die gleichgeschlechtliche Konkurrenz durch, die ebenfalls Interesse zeigt?
    Auch das virtuelle Kommunizieren will gelernt sein.

     

     

    Systematisch suchen: Wie funktioniert es?

     

    Moderne Suchfilter erlauben es Ihnen, sich den „perfekten Partner“ quasi auf dem Silbertablett servieren zu lassen. Doch schrauben Sie Ihre Erwartungen dabei nicht zu hoch: Ein Filter kann nur so genau sein wie die Angaben der User. Und so ausführlich er auch sein mag: Er wird nie auch nur annähernd alle Details erfassen, die eine reale Person ausmachen. Und: Womöglich entgeht Ihnen Ihr eigentlicher Traumpartner, weil er durch eine unbedeutende Kleinigkeit automatisch „aussortiert“ wurde.

     

    Wie lässt sich ein Filter nun sinnvoll nutzen? Manchmal ist weniger mehr: Je nachdem, wie viele Suchergebnisse Ihnen angezeigt werden, kann es sinnvoll sein, genauer oder großzügiger zu filtern. Überlegen Sie, was Ihnen wirklich wichtig ist! Ist es wirklich von Bedeutung, wenn Sie als Mann ein oder zwei Jahre jünger sind als Ihre Traumfrau; oder Sie als Frau sich in einen jüngeren Mann verlieben?
    Viel wichtiger sind in aller Regel ähnliche Vorstellungen vom Alltag und von der Zukunft sowie gemeinsame Hobbys und Vorlieben.

     

     

    Was sollte in der ersten Nachricht stehen?

     

    Vielleicht haben Sie selbst schon die eine oder andere Nachricht erhalten, die Sie vor Langeweile entweder gleich gelöscht haben; oder bei der Sie einen Hauch von Mitleid empfunden haben angesichts der krampfhaften Bemühungen des Absenders, auf irgendeine absurde Weise aufzufallen.

     

    Insbesondere Frauen finden sich häufig in der Situation wieder, einen übervollen Posteingang vor sich zu haben und die wenigen vielversprechenden Nachrichten herausfiltern zu müssen. Umso wichtiger ist es, dass Sie als Mann einiges an Mühe investieren, um sich von Massenmails und langweiligen Standardsprüchen abzuheben.

    Wie sollte die erste Nachricht verfasst werden, um unter vielen anderen positiv aufzufallen?

    • Individuell
    • Kurz und knackig
    • Freundlich und positiv
    • Ehrlich und authentisch

    Vermeiden Sie:

    • Copy-and-paste-Nachrichten
    • Zu lange Texte
    • Nichtssagende Texte
    • Provokante Sprüche
    • Negative Inhalte
    • Übertreibungen und Lügen

    Eine erfolgversprechende Nachricht ist immer individuell. Und dafür genügt es nicht, die entsprechende Person mit ihrem Namen anzusprechen; sondern es ist ehrliches, persönliches Interesse gefragt. Greifen Sie Themen aus dem Profil der angeschriebenen Person auf. Sprechen Sie sie auf ein konkretes Foto oder ein erwähntes Hobby an. Stellen Sie eine Frage, um ihre Motivation zu steigern, Ihnen zu antworten. Zeigen Sie Ihrem virtuellen Gegenüber, dass Sie sein Profil tatsächlich angesehen und gelesen haben!

     

    Copy-and-paste-Nachrichten und solche, die es sein könnten, sind absolut tabu, um jemanden kennen zu lernen! Lesen Sie Ihren Text noch einmal kritisch durch, ehe Sie ihn abschicken. Ist er wirklich eindeutig individuell? Sätze wie „Dein erstes Foto gefällt mir sehr“, „Du hast ein sehr schönes Lächeln“ oder „Wie ich sehe, haben wir einiges gemeinsam“ könnten beispielsweise auch in einer Spam-Nachricht vorkommen; Sätze wie „Dein Foto beim Bergsteigen ist klasse“ oder „Ich zeichne auch für mein Leben gerne“ hingegen nicht.

     

    Fassen Sie sich kurz! Gleich einen ganzen Roman oder Fragenkatalog zu erhalten, kann sehr aufdringlich wirken und den Empfänger überfordern. Für den Anfang genügen einige kurze, prägnante Sätze, die der angeschriebenen Person zeigen: Sie haben ehrliches Interesse an ihr, halten den Gesprächseinstieg aber höflich-kurz und lassen ihr Raum. Stellen Sie sich in einem oder zwei Sätzen vor und gehen Sie in einigen weiteren Sätzen auf ihr Profil ein. Das genügt fürs Erste.

     

    Nichtssagende Texte sind meist genauso erfolgreich wie aussagekräftig: Nämlich überhaupt nicht. Neben sehr kurzen Texten fallen unter diese Kategorie auch Nachrichten, die nicht auf den Punkt kommen: Ein einfaches „Hey“ entfacht ebenso wenig Begeisterung wie eine pseudo-kreative Standardnachricht à la: „Hallo schöne Frau, ich habe lange überlegt, was ich dir schreiben soll, aber mir fiel einfach nichts Sensationelles ein. Daher frage ich dich einfach: Hi, wie geht’s?“ Derartige Texte vermitteln genau das, was sie meistens sind: Müde Versuche, auf vermeintlich „ehrliche“ Weise aufzufallen, ohne sich einen sinnvollen Text ausdenken oder ihn personalisieren zu müssen.

     

    Bleiben Sie stets höflich und respektvoll. Plumpe Anmachsprüche, provokante Sprüche oder prollige Witze? Das kann lustig und reizvoll sein, wenn bereits eine gewisse Vertrauensebene besteht; aber sicher nicht als Gesprächseinstieg. „Hey Schnecke, ist noch Platz in deinem Haus?“, „Ui, du als Frau am Steuer?“, „Etwas Sport würde dir guttun, gehen wir mal zusammen?“, „Du kochst gerne? Hätte dich gern als Hausfrau!“ und ähnliche vermeintlich witzige Sprüche wirken auf die Empfängerin schlichtweg unverschämt. Umgekehrt möchte auch ein Mann sicherlich nicht mit „Rosa T-Shirt? Du bist doch hoffentlich nicht schwul?“, „Hey, ich hab ja mehr Muckis als du!“ oder „Schade, dass du Vegetarier bist, sonst könntest du mich vernaschen!“ vor den Kopf gestoßen werden. Auch Witze über den (realen) Namen sind ein No-Go. Denn seien Sie sicher: Egal, wie kreativ Sie sich dabei fühlen, die Person hat ihn garantiert schon gehört.

     

    Immer positiv bleiben: Sorgen Sie dafür, dass der Empfänger Ihrer Nachricht ein positives Gefühl bekommt, wenn er sie liest. Ihr Text sollte ihm ein Lächeln ins Gesicht zaubern und das Schreiben mit Ihnen zu etwas Spaßigem machen. Sätze wie „Ich hatte heute einen ganz schlechten Tag“, „Ich habe gerade eine deprimierte Phase“ oder „Hab heute Bauchschmerzen“ gehören ebenso wenig in die erste Nachricht wie Geschichten über Ihre chronische Krankheit, Ihren fiesen Chef oder die tragische Trennung von Ihrem Ex-Partner. Schließlich sind Sie auf der Suche nach einem Partner und nicht nach einem Psychologen oder einer Ersatzmama, die Sie tröstet. Wer gleich zu Beginn mit seinen Problemen loslegt, wirkt automatisch anstrengend und aufdringlich; und weckt beim Gegenüber negative Emotionen.

     

    Bleiben Sie glaubwürdig. Weder sich selbst noch den Empfänger Ihrer Nachricht sollten Sie mit maßlosen Übertreibungen glorifizieren. Natürlich freuen sich die meisten Personen über ein kleines Kompliment; vor allem, wenn es sich auf etwas bezieht, worauf sie ihrem Profil nach zu urteilen selber stolz sind. Ein Mann, der regelmäßig Fitness-Training absolviert, fühlt sich mit Sicherheit geschmeichelt, wenn er für seine definierten Oberarme gelobt wird. Eine Frau, die auf jedem Foto ihre langen, voluminösen Haare präsentiert, freut sich über eine positive Bemerkung diesbezüglich. Und wer ein Foto hochlädt, dass ihn bei seinem Lieblingshobby zeigt, hört sicherlich gerne, dass er dabei richtig glücklich aussieht.

     

    Offensichtliche Übertreibungen hingegen gehen nach hinten los. Schleimige Komplimente oder überzogenes Anhimmeln sollten Sie bleiben lassen! „Du bist mit Abstand die allerschönste Frau in der gesamten Community“, „Wo hast du deine Engelsflügel versteckt?“, „Wieso hat man dich noch nie bei Germany’s next Topmodel gesehen?“ oder „Bei deinem unglaublichen Körper wirst du bestimmt mit Nachrichten überschüttet“ sind für den Anfang definitiv too much.

     

    Selbst, wenn Sie in diesem Moment wirklich so denken: „Überfallen“ Sie die andere Person nicht direkt mit Ihrer Begeisterung. Sie wirken dadurch nicht nur unglaubwürdig, sondern mitunter sogar verzweifelt und unterwürfig. Auch auf Dating-Seiten ist Reden manchmal Silber und Schweigen Gold.

     

     

    Ihre Nachricht wurde beantwortet! Was nun?

     

    Er oder sie hat zurückgeschrieben?

     

    Glückwunsch! Nun heißt es: Dranbleiben! Doch wie geht man im weiteren Gesprächsverlauf am besten vor?

    Grundsätzlich gilt:

    • In einem angemessenen Zeitrahmen antworten
    • Nicht „bedrängen“
    • Kreativ bleiben
    • Das Gespräch ins Private verlegen
    • Den richtigen Zeitpunkt fürs erste Treffen finden

    Ihr potenzieller Traumpartner hat geantwortet und Sie möchten sich am liebsten sofort in ein Gespräch stürzen? Das können Sie machen – solange der Dialog ausgeglichen bleibt. Das bedeutet: Die Antwortzeiten sollten sich auf ein gesundes Maß einpendeln. Natürlich spricht nichts gegen einen regen Chat, wenn Sie beide gerade online sind, Zeit haben und das Gespräch gut läuft.
    Wenn Ihr Gegenüber allerdings nur ein- oder zweimal täglich ins Portal schaut und sich dann Zeit für eine Nachricht nimmt, schreiben Sie ihm umgekehrt nicht im Stundenabstand, was Sie gerade tun. Dadurch erwecken Sie den Eindruck, den ganzen Tag gebannt vor dem Bildschirm zu sitzen und auf eine Antwort zu erwarten.

     

    Dies kann auf die andere Person übertrieben, bedrängend oder sogar unheimlich wirken. Zudem geht für den Gesprächspartner womöglich der Reiz verloren, wenn er weiß, dass Sie ständig „präsent“ sind und auf seine Nachricht „warten.“ Letztlich tun Sie auch sich selbst nichts Gutes, wenn Sie sich in diesem Ausmaß auf eine Person fixieren, die Sie noch kaum kennen und die umgekehrt – verständlicherweise – auch noch anderes im Kopf hat.

     

    Auch das andere Extrem, nämlich künstlich lange Antwortzeiten, sollten Sie vermeiden. Jemanden mehrere Tage „zappeln zu lassen“, steigert selten dessen Interesse; sondern hat im Gegenteil zur Folge, dass die Person sich anderweitig orientiert, da sie Ihr Schweigen als Desinteresse auffasst.

     

    Die ersten Nachrichten sind ausgetauscht und die Chemie stimmt? Dann empfiehlt es sich, den Dialog allmählich ins Private zu verlegen. Dies können Sie ganz einfach tun, indem Sie Ihrem Gesprächspartner Ihre Telefonnummer geben und ihm vorschlagen, doch einfach bei WhatsApp, Telegram o.ä. weiterzuschreiben. Allein dieser Plattformwechsel schafft bereits eine neue Art von Nähe: Ab jetzt erscheinen Sie nicht mehr zwischen anderen „Bewerbern“ in einer Internet-Community, sondern zwischen den privaten Kontakten auf dem Handy.
    Im weiteren Verlauf heißt es kreativ bleiben: Beginnen Sie nicht jedes Gespräch mit „Na wie geht’s?“. Knüpfen Sie an den vorherigen Dialog an, zum Beispiel: „Wie war das Familientreffen gestern?“; oder starten Sie einfach mal mit einem witzigen Bild oder einer Anekdote aus Ihrem Alltag ins Gespräch.

     

    Im nächsten Schritt vereinbaren Sie ein Telefonat. Dies ist deswegen möglichst frühzeitig zu empfehlen, da Sie Ihr Gegenüber bereits sehr viel besser einschätzen können, wenn Sie seine Stimme und seine Art zu reden hören. Die Stimmhöhe, der Redefluss, die Sprechgeschwindigkeit, die Wortwahl und weitere Kriterien liefern uns automatisch entscheidende Hinweise zur Sympathie und Vertrauenswürdigkeit einer Person. Reaktionen sind viel besser beurteilbar, wenn sie spontan beim Sprechen erfolgen, als wenn eine Person alle Zeit der Welt hat, an einer schriftlichen Antwort zu feilen. Darüber hinaus ist die Stimme auch mitentscheidend dafür, ob wir jemanden attraktiv finden.

     

    Das Telefonat lief gut? Dann können Sie schon bald ein Treffen vorschlagen! Es ist wenig sinnvoll, wochenlang nur zu telefonieren oder gar nur zu chatten: Unsere Einschätzung einer Person, insbesondere in puncto Attraktivität, kann sich noch einmal erheblich ändern, wenn wir sie das erste Mal „live“ treffen. Die Körperhaltung, Mimik, Gestik und das Verhalten tragen noch einmal einen enormen Teil zur Kommunikation bei und bestimmen mit, ob „es passt“.

     

    Wenn Sie das persönliche Treffen zu lange hinauszögern, riskieren Sie, sich ein unrealistisches „Traumbild“ von Ihrem Gesprächspartner zu konstruieren. Dabei idealisiert Ihr Unterbewusstsein ihn auf der Basis dessen, was es in Chat- und Telefongesprächen an Informationen gesammelt hat; ohne die wichtigen Parameter zu berücksichtigen, die erst beim persönlichen Aufeinandertreffen zum Vorschein kommen.

     

    Es ist durchaus möglich, dass die Verabredung Sie (oder die zweite Person) desillusioniert. Das muss nicht bedeuten, dass Sie einander nicht sympathisch finden: Manchmal wird aus einem Treffen, das ursprünglich als Date geplant war, stattdessen eine schöne Freundschaft.


    Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, die erste gemeinsame Unternehmung möglichst unverfänglich zu planen – und nicht direkt als Kinobesuch oder bei einem von Ihnen zu Hause. Ein gemeinsames Hobby eignet sich sehr gut für das erste Treffen und beugt peinlichen Redepausen vor. Auch bei einem entspannten Spaziergang durch die Stadt bleibt die Verabredung erst einmal ungezwungen.

     

    Die Antworten lassen zu wünschen übrig! Welche Bedeutung dies haben kann!

     

    Wer kennt es nicht? Man schreibt einer Person in regelmäßigen Abständen und bemüht sich um ein nettes Gespräch. Doch zurück kommen entweder gar keine oder maximal einsilbige Antworten. Keinesfalls sollten Sie der anderen Person in diesem Fall „nachlaufen“.

    Kurzgehaltene Antworten können mehreres bedeuten:

    • Die Person antwortet nur aus Höflichkeit.
    • Die Person möchte Sie „warmhalten“, während sie sich nach einer möglichen „Alternative“ umschaut.
    • Die Person ist nicht bereit, auch nur ein Minimum an Bemühung für Sie zu investieren.
    • Die Person möchte „testen“, wie sehr Sie sich um Sie bemühen.

    Letztlich läuft es in allen vier Fällen auf das Gleiche hinaus: Wer offensichtlich keine Lust hat oder wiederholt „vergisst“, Ihnen zu antworten, hat kein (tiefergehendes) Interesse an Ihnen. Indem Sie sich trotzdem immer wieder um die Person bemühen, signalisieren Sie Unterwürfigkeit und mitunter Verzweiflung. Und das Interesse steigern Sie durch Ihre hartnäckigen Bemühungen auch nicht.

     

    Für einige Personen allerdings ist das knappe Antworten auch eine Art Spiel, mit dem sie Bestätigung suchen: Es vermittelt ihnen ein Gefühl der Überlegenheit und Begehrtheit, immer wieder Bemühung zu erfahren, obwohl sie nie angemessen reagieren. Es ist sogar möglich, dass Sie die Person in diesem Fall zu einem Treffen „überreden“ können. Doch mal ehrlich: Wünschen Sie sich einen Partner, der Sie permanent auf die Probe stellt und erwartet, dass Sie Zeit und Nerven in die Beziehung investieren; ohne, dass Sie etwas zurückerhalten? Eine Beziehung, die sich derart unausgeglichen darstellt, wird Sie langfristig nicht glücklich machen.
    Also: Wenn Ihr digitales Gegenüber Ihnen grundsätzlich nur so sparsam wie möglich antwortet, schießen Sie es in den Wind.

    Fazit: Online-Dating kann eine äußerst sinnvolle Ergänzung oder Alternative zum „Real-Life-Dating“ sein. Es ist jedoch nicht mit weniger Bemühung verbunden oder allgemein einfacher als das Flirten im echten Leben: Das „Ansprechen“ an sich mag leichter fallen, die Konkurrenz ist dafür erheblich größer; und die Einschätzung der jeweils anderen Person, die man zunächst nur anhand von Fotos und Text kennen lernt, erheblich eingeschränkt.

    Es gibt daher einiges zu beachten, um unter Tausenden von Profilen ein wirklich passendes zu finden – und die dahinterstehende Person von sich zu überzeugen. Ehe Sie das Abenteuer Online-Dating angehen, sollten Sie sich daher gut darüber informieren, wie Sie in puncto Profilgestaltung und Kontaktaufnahme aus der breiten Masse hervorstechen können.

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    Autor: All4Singles

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