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Trennungsschmerzen – verstehen und richtig damit umgehen

Trennungen gehören zu den wohl schmerzhaftesten und einprägsamsten Erlebnissen, die wir in unserem Leben durchmachen. Als würde jemand plötzlich die Zeit anhalten. Minuten, Stunden und Tage fühlen sich quälend lang an. Die Trennungsschmerzen wollen einfach nicht vergehen. Warum aber spüren wir einen solchen Schmerz, wenn der Partner uns verlässt? Was passiert eigentlich mit Körper und Psyche? Alles zum Thema Trennung und Trauer sowie hilfreiche Tipps, um den Schmerz zu verarbeiten – und wieder bereit für die Liebe zu sein. 

Schwarzes Herz zerreißt wegen Trennungsschmerzen
Schwarzes Herz zerreißt wegen Trennungsschmerzen

Trennungsschmerzen | Quelle: © Thaut Images - Adobe Stock

Unsere Beiträge sind sehr ausführlich. Bitte nutzen Sie daher zur besseren Navigation das Inhaltsverzeichnis. Sollten Sie ergänzende Anregungen oder eigene Erfahrungen zum Thema besitzen? Freuen wir uns natürlich sehr über ein entsprechendes Kommentar am Ende des Beitrages.  

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Inhaltsverzeichnis
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    Wenn der Partner sich plötzlich trennt

    Manchmal ist es eine SMS, ein Anruf oder ein gemeinsames Essen, welches das Leben schlagartig mit diesen Worten verändert: "Es ist vorbei". Ein kurzer und gefürchteter Satz, der im Streit fällt oder ganz bewusst ausgesprochen wird. Wer sich bereits darauf vorbereitet, sich von seinem Partner zu trennen, hat sich meist schon mit dem Thema Trennung beschäftigt. Was aber passiert mit denjenigen, die es wie ein Blitzschlag trifft? Es sind die plötzlich Verlassenen, die eine Art Schock und Trauma erleben. Häufig sind es aber auch diejenigen von uns, die das Ende bereits erahnt haben – es aber nicht richtig wahrhaben wollen. Wen es auch trifft: Trennungen treffen uns alle oft sehr hart. 

     

    Nun beginnt eine äußerst belastende Phase des Lebens. Liebesfilme können Sie wahrscheinlich nicht mehr sehen, Unternehmungen mit Paaren fallen Ihnen schwer und auch sonst wünschen Sie sich, dass Sie Ihr Umfeld einfach in Ruhe lässt. Die wichtigste Erkenntnis hierbei: Es gibt verschiedene Arten, um den Schmerz zu verarbeiten und zu trauern. Das bedeutet, dass Trennungsschmerzen legitim sind und Sie diese so verarbeiten, wie Sie es für richtig halten. 

    Was genau bedeutet Trauer eigentlich?

    Um den Schmerz einer Trennung zu verstehen, hilft es, sich vor allem mit dem Begriff der Trauer zu beschäftigen. Es geht um Verlust. Viele Verlassene fühlen sich so, als hätten sie einen Menschen für immer verloren. Deshalb beschreiben Psychologen die Trauer als eine psychische Reaktion, die nicht gewollt herbeigeführt wird und immer zu einer Verletzung der Psyche führt¹.

    Konkret:

    • Trauer kann Existenzängste auslösen. Die Verlassenen fühlen sich so, als würde die Welt um sie herum zusammenbrechen.
    • Wer verlassen wird, hat es subkontinent mit vielen verschiedenen Gefühlen zu tun, die auch körperliche Reaktionen auslösen.
    • Trauernde können versuchen, den Schmerz zu "überspielen", wenn sie ihn nicht ertragen. Die Verletzung unserer Psyche kann dadurch langfristig nicht verhindert werden und tritt zwangsläufig ein.

    Wichtig: Wie ein Mensch eine Trennung oder einen großen Verlust verarbeitet, hängt auch mit prägenden Ereignissen aus der eigenen Biografie, also auch der Kindheit, zusammen². Das bedeutet: Sie werden niemals so trauern, wie es zum Beispiel der Kumpel oder die beste Freundin tut. Denn jeder von uns reagiert anders auf Belastungssituationen. Das erklärt möglicherweise auch das typische Verhalten von Trauernden. Sie fühlen sich nicht immer verstanden, ziehen sich oft zurück oder suchen rastlos nach etwas, das ihnen jetzt Halt bietet. 

    Was passiert mit Körper und Psyche bei Trennungsschmerzen?

    Trennungsschmerzen machen sich körperlich und psychisch bei Ihnen bemerkbar. Dabei gilt: Während der Schmerz bei einigen Menschen häufig schnell und plötzlich einsetzt, dauert es bei anderen, bis sie diesen bewusst spüren. Die neurologische und psychologische Forschung hat dabei eine spannende Entdeckung gemacht: Wenn wir seelisches Leid verspüren, aktivieren sich genau die Hirnareale, die auch für körperlichen Schmerz verantwortlich sind ³. Zwar ist der tatsächlich spürbare Schmerz nicht vergleichbar. Dennoch aktiviert sich das Areal, welches Wissenschaftler als "dorsal anterior cingulärer Kortex" bezeichnen. Es verantwortet unter anderem unseren Schmerz.

     

     

    Folgende physische und emotionale Zustände können nach einer Trennung auftreten:

     

    • Appetitlosigkeit: Trauernde verspüren häufig einen geringen Appetit. Obwohl der Bauch knurrt und bereits einige Tage ohne Essen vergangen sein können, nehmen wir in dieser Phase oft nur das Nötigste zu uns. Es geht nicht mehr um das Genießen, sondern ums pure Überleben. Auch das Lieblingsgericht reizt uns plötzlich nicht mehr. Schokolade, Wein und kleine Snacks – das sind Lebens- und Genussmittel die wir während der Kummerphase manchmal noch ertragen.

     

    • Psychische Abwesenheit: Sie sind nicht mehr ganz so aufmerksam, verpassen Anrufe oder hören Ihren Freunden nicht richtig zu? Auch das ist normal. Wer sich in einer Trauerkrise nach einer Trennung befindet, ist mit den Gedanken nicht immer in der Gegenwart. Wir bekommen es mit Tagträumerei zu tun oder versinken so tief in unserem Schmerz, dass wir unser Umfeld ausblenden. Unser Gehirn hat den Schock noch nicht ganz verarbeitet. Deshalb kann es noch etwas dauern, bis unsere gewohnte Reaktionsfähigkeit zurückkehrt. 

     

    • Übererregtheit: Wer ein traumatisches Erlebnis durchmacht, fühlt sich danach oft insgesamt empfindlicher. So ist es auch für alle, die eine Trennung durchleben: Sie sind gedanklich zu aktiv, um zu schlafen, kleine Dinge reizen sie schneller. Sie fühlen sich aufgedreht und können sich selbst nicht mehr richtig beruhigen. Einige Menschen nutzen diesen Zustand, um zum Beispiel die Wohnung zu putzen oder zum Sport zu gehen. Während des Trauerns kann es jedoch passieren, dass die Übererregtheit zum Dauerzustand wird. Die Folgen: Schlafstörungen, emotionale und körperliche Erschöpfung und allgemeine Antriebslosigkeit.

     

    • Kopfschmerzen: Psychischer Stress löst in vielen Fällen körperliche Symptome aus. Dazu gehört vor allem der Kopfschmerz. Dieser kann plötzlich auftreten und sich in besonderen Stresssituationen im Alltag bemerkbar machen, die uns unter normalen Umständen nicht stark reizen. Betroffene können versuchen, sich in einer solchen Phase mit Schmerztabletten zu helfen. Dennoch gilt: Medikamente werden den körperlichen Schmerz zwar betäuben. Sie stellen jedoch keine dauerhafte Lösung dar. In schlimmeren Fällen nehmen die körperlichen Schmerzen einen chronischen Verlauf an.

     

    • Kreislaufprobleme: Ob Schwindel oder ein plötzliches Schwächegefühl: Trauernde erleben in einigen Fällen, wie ihr Blutdruck fällt und ihr Kreislauf ihnen Probleme bereitet. Es kann auch zu weiteren Begleiterscheinungen kommen. Dazu zählt vor allem das rasende Herz. Sollten Sie häufiger Kreislaufprobleme haben, ist es von großer Bedeutung, dass Sie einen Arzt aufsuchen und die Ursachen abklären lassen. Nicht selten kommt es vor, dass Menschen, die ohnehin unter einem niedrigen Blutdruck leiden, häufiger in Stresssituationen zu einem Schwächeanfall tendieren.

     

    • Übelkeit: Unser Magen reagiert manchmal empfindlich, wenn wir aufgeregt sind und uns besonders gestresst fühlen. Deshalb kann auch Übelkeit auftreten, wenn Ihr Partner sich von Ihnen trennt. Vielleicht kennen Sie es auch aus anderen Situationen: Sie erleben einen Unfall mit oder hören eine Nachricht, die sie schockiert. Empfindliche Mägen zeigen schnell Erregungsreaktionen.

     

     

    Psychische Reaktionen und Gefühle:

    Abbild eines Kopfes beschriftet mit Psychische Reaktionen und Gefühle
    Abbild eines Kopfes beschriftet mit Psychische Reaktionen und Gefühle

    Emotionen und Gefühle | Grafik: ALL4SINGLES

    • Wut: Wenn Sie sich nach einer Trennung häufig wütender als gewöhnlich erleben, ist auch das völlig normal. Wut stellt eine ganz besondere Art von Schmerz dar, denn wir drücken unseren Schmerz häufig durch ein entladendes, aufbrausendes Verhalten aus. Das bemerkt auch unser Umfeld, woraufhin sich oft Scham- und Schuldgefühle einstellen. Es ist oft ein Teufelskreis, aus dem wir nicht mehr so einfach herauskommen, wenn wir uns in der Trauerphase befinden.

     

    • Traurigkeit: Ein Gefühl, das logischerweise auftritt, wenn wir es mit seelischen Schmerzen zu tun bekommen, ist immer eine große Traurigkeit. Sie beschreibt die Trauer am besten: Wir fühlen uns klein, hilflos, müssen ständig weinen und wimmern. Lächeln und Lachen fällt Ihnen gerade wahrscheinlich nicht so einfach, denn die gewohnte Leichtigkeit des Lebens scheint sich irgendwo versteckt zu haben, wo wir sie einfach nicht auffinden.

     

    • Hilflosigkeit: Wer trauert, fühlt sich häufig allein, denn Hilfe scheint fern zu sein. Das Gefühl von Hilflosigkeit stürzt Betroffene oft in ein besonders tiefes Loch. Sie leben jetzt mit der Angst, niemanden zu finden, der sie versteht und sie aus diesem Loch wieder herausholt. Es ist eine Art von Verzweiflung, die uns seelisch kurzzeitig lähmt: Wir glauben, nichts mehr tun zu können, was die Situation verändert und verlieren die Kontrolle.

     

    • Emotionslosigkeit: Wer von seinem Partner verlassen worden ist, will sich vor dem Schmerz schützen. Auch das ist eine normale Reaktion unserer Psyche. Um Distanz zu den eigenen Gefühlen herzustellen, verdrängen wir unsere Emotionen deshalb. Beschäftigen wir uns bewusst nicht mehr mit ihnen, kann es zu einer emotionalen Kälte kommen. Wir stumpfen ab. So ist es möglich, dass Menschen, die zum Beispiel für ihre Empathiefähigkeit besonders bekannt sind, plötzlich kühler wirken. Sie gehen nicht mehr auf den Schmerz ihrer Mitmenschen ein, um sich selbst zu schützen. Möglicherweise verlassen Sie jetzt die Situation bewusst, meiden den intimen Kontakt zu anderen Menschen oder halten sich einfach zurück, wenn jemand sie nach Ihrer Meinung fragt. All das, was auch nur den geringsten Schmerz auslösen könnte, wird bewusst vermieden.

    Zusammenfassend heißt das:

    • Trennungsschmerzen äußern sich psychisch und auch körperlich
    • Wir bekommen es nach der Trennung mit unterschiedlichen Emotionen zu tun, zum Beispiel: Wut, Trauer, Gefühlskälte.
    • Körperliche Schmerzen müssen in einigen Fällen ärztlich behandelt werden. Sonst droht ein chronischer Verlauf
    • Die Situation wirkt sich auf unser Umfeld aus. Es ist deshalb möglich, dass Freunde, Kollegen und Familie eine Veränderung im Charakter feststellen.

    Wie kann ich meinen Schmerz nach einer Trennung überwinden?

    Die Trennungsschmerzen scheinen gefühlt eine halbe Ewigkeit anzudauern. Dennoch gibt es Wege, wie Sie diesen bearbeiten und schließlich überwinden. Das Wichtigste dabei: Geben Sie sich Zeit. Obwohl wir uns wünschen, den Trennungsschmerz am besten so schnell wie möglich zu vergessen, handelt es sich doch um einen langwierigen Prozess. Folgende Tipps helfen Ihnen bei der Überwindung dieser schwierigen Phase:

     

    1. Sich über die Situation bewusst werden

     

    Zu Beginn einer Trennung wollen wir es meist noch nicht glauben, dass es vorbei ist. Ein ganzer Lebensabschnitt geht meist zu Ende. Dabei haben Sie sich doch Ihre ganzen Zukunftspläne schon ausgemalt und immer war der Partner dabei. Vielleicht war es ein Kinderwunsch oder die erste gemeinsame Wohnung, der kommende Urlaub oder einfach der gemeinsame Ausflug in die Nachbarstadt, auf den sie sich so gefreut haben. 

    Zunächst ist es wichtig, sich langsam über die Situation bewusst zu werden. Es ist vorbei. Die Beziehung ist beendet, obwohl wir das Ende nicht haben kommen sehen. Möglicherweise dauert es einige Tage oder Wochen, bis sich das Gefühl des Bewusstwerdens bei Ihnen einstellt. Das ist der erste und auch der wichtigste Schritt, um den Trennungsschmerz zu bearbeiten.

    • Das Bewusstwerden kostet viel Zeit und Kraft.
    • Dieser Schritt kann nicht übersprungen werden. Das bedeutet: Jeder Trauernde wird auf ihn stoßen.
    • Der erste und wichtigste Schritt kann besonders schmerzhaft sein. Auch das gehört zum Trauerprozess dazu.
    1. Trauer zulassen

     

    Es ist gut möglich, dass Sie Ihre Emotionen verdrängen möchten. Wer die Trauer verarbeiten will, muss die Trauer jedoch zulassen. Der Schmerz tut höllisch weh und vielleicht werden sie ihn zunächst kaum aushalten. Das ist auch der Grund, weshalb wir oft zu Verhaltensmustern neigen, die wiederholt unseren Schmerz betäuben: Es kann der Alkohol sein oder das Fast Food, die exzessiven Partynächte oder auch die Arbeit, in die wir uns stürzen. Schutzmechanismen sind zwar nicht ungewöhnlich. Langfristig führen sie aber dazu, dass wir unsere Trauer gar nicht richtig wahrnehmen können. Immer wenn der Schmerz kommt, verdrängen wir ihn wieder. Wir ersticken ihn im Keim. Im Umkehrschluss bedeutet das jedoch: Wenn die Trauer nicht kommen darf, wird sie genau dort bleiben, wo sie immer ist – tief in uns drin und dort, wo sie genau unseren schmerzlichsten Nerv trifft.

    • Häufig neigen wir dazu, unsere Trauer zunächst zu verdrängen.
    • Der Verdrängungsmechanismus sollte unbedingt aufgebrochen werden. Wer Schmerz zulässt, kann langsam heilen.
    • Wer sich zunächst ablenkt, muss früher oder später zur Trauer zurückkehren, weil Ablenkung nur kurzfristig hilft.
    1. Gefühle verbalisieren

     

    Es kann Ihnen helfen, wenn Sie über Ihren Schmerz sprechen. Das hören Trauernde zwar andauernd. Und dennoch ist es die wohl wirksamste Medizin, die wir jetzt nehmen können: Gefühle müssen verbalisiert werden, damit sie verarbeiten werden können. Andernfalls haben Sie kaum eine Chance, sich über Ihr Innenleben wirklich bewusst zu werden. Es ist auch eine Art "Auskotzen": Lassen Sie jetzt alles raus, was sie nicht mehr drin behalten können. Sie werden in dieser Phase merken, wie leicht Sie sich danach fühlen. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie dabei viel Kokolores produzieren. Ausgesprochene Gefühle ergeben nicht sofort einen Sinn und scheinen manchmal aus dem Zusammenhang gerissen. Wenn Sie diese aber aussprechen, können Sie die einzelnen Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammenführen. Das kann Monate und manchmal auch Jahre dauern. Dann ergibt die Situation jedoch plötzlich Sinn. Und Sie stellen fest, dass Sie nicht umsonst trauern mussten.

    • Gefühle müssen raus: Reden Sie über das, was Sie gerade am meisten beschäftigt.
    • Es ist möglich, dass Sie sich für das schämen, was Sie sagen. Verbalisierte Emotionen müssen nicht sofort Sinn ergeben und dürfen nach "Quatsch" klingen.
    • Häufig dauert es, bis wir unsere eigenen Gefühle richtig verstehen. Das ist ein gewöhnlicher Prozess beim Trauern nach der Trennung vom Partner.
    1. Das eigene Verhalten reflektieren

     

    Sie wünschen sich die ständige Aufmerksamkeit Ihrer Freunde, obwohl Sie sonst ungern im Mittelpunkt stehen oder ändern plötzlich radikal die Haarfarbe? Auch das passiert, wenn wir unsere Trennungsschmerzen verarbeiten. Wir tun Dinge, die irgendwie nicht so richtig zu uns passen. Häufig steckt jedoch das Bedürfnis nach persönlicher Veränderung dahinter. Schließlich hat sich soeben alles verändert, was Sie bisher für selbstverständlich gehalten haben. In dieser Phase ist es wichtig, dass Sie zu reflektieren beginnen.

    Fragen, die Ihnen dabei helfen:

    • Wo stehen Sie im Leben?
    • Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
    • Wer soll Sie auf Ihrem Weg begleiten?
    • Was wollen Sie in Ihrem Leben nicht mehr haben?

    Es handelt sich um eine neue Identitätsfindung, wodurch sich viele Krisen im Leben auszeichnen. Möglicherweise stoßen Sie in dieser Phase auf besonders tiefgründige Ängste und Sehnsüchte, die Sie bisher noch nicht kannten. Auch das gehört zum Prozess ganz selbstverständlich dazu.

    • Reflexion ist ein wichtiger Schritt, um die Trauer zu überwinden.
    • Wer sein Verhalten reflektiert, lernt seine eigenen Bedürfnisse kennen.
    • Dieser Schritt wird Ihnen dabei helfen, Ihr neues "Ich" zu finden und sich eine neue Zukunft auszumalen.
    1. Freunde um Hilfe bitten oder sich professionelle Hilfe holen

     

    Bitten Sie gute Freunde oder Menschen, die Ihnen wichtig sind, um Hilfe. Dieser Schritt kann auch schon früher erfolgen, wenn Sie zum Beispiel Ihre tiefsten Gefühle verbalisieren. Für gewöhnlich benötigen trauernde Menschen jedoch Zeit, um sich zu öffnen. Tipp: Es kann auch hilfreich sein, sich professionellen Rat zu holen. Fragen Sie deshalb nicht nur Ihre beste Freundin oder Ihren Kollegen auf der Arbeit. Möglicherweise hilft Ihnen ein professioneller Therapeut dabei, die Krise zu überwinden. Es handelt sich in der Regel um Menschen, die objektiver und unvoreingenommener sind und Sie mitfühlend auf Ihrem Weg begleiten. Gleichzeitig müssen Sie deshalb nicht die Qualität Ihrer persönlichen Freundschaften zwangsläufig hinterfragen. Ein Therapeut hilft Ihnen zwar, wird jedoch nicht Ihre persönlichen Beziehungen ersetzen.

    • Gute Freunde sind unentbehrlich. Bitten Sie diese um Unterstützung während der Trauer.
    • Manchmal kann auch ein professioneller Rat hilfreich sein. Fragen Sie bei einem Therapeuten nach.
    • Denken Sie daran, dass Therapie keine persönlichen Bindungen im Leben ersetzt.
    1. Akzeptieren und Loslassen

     

    Der letzte Schritt ist der Schritt, den viele am liebsten schon zu Beginn der Trennung durchführen möchten: die belastende Situation akzeptieren und einfach loslassen. Es ist tatsächlich aber ein Schritt, der besonders viel Zeit und Arbeit kostet. Um an diesen Punkt zu gelangen, muss unser Gehirn nicht nur den Schock der Trennung verarbeiten und komplexe Zusammenhänge verstehen, sondern sich vor allem an die komplett neue Situation gewöhnen. Bis Sie sich daran gewöhnt haben, werden vielleicht einige Monate vergehen. Dann können Sie jedoch durchatmen: Sie haben es geschafft – und der größte Schmerz ist nun endlich vorbei. 

     

     

    Wann bin ich wieder bereit für die Liebe?

    Vom Start mit Trennungsschmerzen in Richtung Ziel mit 2 Herzen
    Vom Start mit Trennungsschmerzen in Richtung Ziel mit 2 Herzen

    Der Weg zur neuen Liebe | Quelle: © phonlamaiphoto - Adobe Stock

    Ob Sie schon bald einen neuen Traumprinzen kennenlernen möchten oder sich auf ein Date mit einer netten Dame einlassen, ist ganz Ihnen überlassen. Denken Sie jedoch daran: Zu Beginn können Gefühle schnell hochkochen. Manchmal beginnen wir dann Situationen auf Menschen zu projizieren, die für unsere innere Gefühlswelt nicht verantwortlich sind. Dann merken wir, dass der Schmerz der Trennung noch tief sitzt. Gleichzeitig ist es wichtig und hilfreich, sich auf neue Menschen einzulassen, um unbearbeitete Emotionen zu erkennen. Fragen Sie sich dann, was ein bestimmtes Verhalten in Ihnen auslöst, woher diese spezifischen Gefühle stammen und wie Sie ihn Zukunft damit umgehen möchten. Auch das gehört zur Heilung dazu.

     

    Folgende Anzeichen deuten darauf hin, dass Sie sich möglicherweise wieder auf eine neue Liebe einlassen können:

    • Sie spüren ein freudiges Kribbeln im Bauch, wenn Sie an neue Bekanntschaften denken.
    • Sie müssen nicht mehr ständig über Ihren Ex-Partner reden, wenn Sie in Gesellschaft sind.
    • Der Gedanke an Liebe jagt Ihnen keinen Schrecken mehr ein, Sie möchten nicht sofort die Flucht ergreifen.

    Fazit: Trennungsschmerzen brauchen Zeit zum Heilen – und Sie sind für den Prozess verantwortlich

    Einige Menschen setzen Trennungen mit traumatischen Erlebnissen gleich. Dieser Gedanke ist nicht ungewöhnlich: Wer verlassen wird, verspürt eine tiefe Trauer, die sich seelisch und körperlich auswirkt. Wichtig ist jetzt, dass Sie sich Zeit für Ihren Trennungsschmerz nehmen. Fragen Sie Freunde um Hilfe oder bitten Sie einen Psychologen um Rat, wenn Sie merken, dass die Trennung sie komplett aus der Bahn wirft. Das gilt vor allem dann, wenn Sie nicht mehr zur Arbeit können oder um Ihre Existenz fürchten. 

     

    Das Gute am Trennungsschmerz: Wenn Sie diesen überwunden haben, erleben Sie ein besonders erleichterndes Gefühl. Danach ist alles anders – denn Sie schöpfen neue Kraft und wissen nun, wie viel Schmerz sie ertragen können. Ein Gefühl, welches Ihnen wieder Hoffnung und Mut geben wird.

    Alles Gute und viel Erfolg für Sie!

     

    Quellen:

    ¹,² https://link.springer.com/.../978-3-642-01325-6_22

    ³ https://cdn.aerzteblatt.de/pdf/...A41

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    Autor: All4Singles

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