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Was macht eine gute Paarbeziehung aus?

Endlich vergeben: Wenn Sie den Partner Ihrer Träume gefunden haben, kennen Sie sicherlich auch das unbeschreiblich schöne Gefühl, welches sich am Anfang einer jeden Paarbeziehung zeigt. Sie wollen Luftsprünge machen und es kribbelt im Bauch. Wir landen jedoch häufig ganz schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen. Denn eine gute Beziehung braucht nicht nur Zeit, um zu gedeihen, sondern vor allem Arbeit. Paare, die sich nach einer langfristigen und glücklichen Liebesbeziehung sehnen, sollten deshalb vor allem zwei Sachen lernen: den passenden Umgang mit Konflikten und was es braucht, um auf sein Gegenüber und auf sich selbst einzugehen. Hier kommen die wichtigsten Tipps für frische und länger bestehende Beziehungen – und neue Erkenntnisse aus der Forschung. 

Links ein rotes Gesicht und rechts ein blaues Gesicht. Beide sind zueinander gerichtet. Symbolisch für eine Paarbeziehung.
Links ein rotes Gesicht und rechts ein blaues Gesicht. Beide sind zueinander gerichtet. Symbolisch für eine Paarbeziehung.

Paarbeziehung Fragen und Antworten | Quelle: © lidiia - Adope Stock

Unsere Beiträge sind sehr ausführlich. Bitte nutzen Sie daher zur besseren Navigation das Inhaltsverzeichnis. Sollten Sie ergänzende Anregungen oder eigene Erfahrungen zum Thema besitzen? Freuen wir uns natürlich sehr über ein entsprechendes Kommentar am Ende des Beitrages.  

Wir wünschen eine inspirierende Lektüre!

Inhaltsverzeichnis
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    Was sagt die Wissenschaft zum Thema Paarbeziehung?

     

     

    Bisher kannte die klassische Liebesforschung lediglich drei Bindungsstile: ängstlich, sicher und vermeidend¹.

    Was es damit auf sich hat:

    • Menschen, die in ihrer Kindheit manchmal Aufmerksamkeit und Zuwendung durch ihre Eltern erfahren haben, diese jedoch nicht immer da war, entwickeln tendenziell ein ängstliches Bindungsverhalten. Das zeigt sich später in der Beziehung: Ängstliche fragen sich ständig, ob sie die Liebe ihres Partners auch tatsächlich bekommen. Das typische Verhalten äußert sich in einer ständigen Anspannung, oft kommt es zu einer größeren Eifersucht. Ängstlich geprägte Menschen sehnen sich im Grunde nach einer besonders zuverlässigen Liebe. Sie haben größere Angst davor, verlassen zu werden.
    • Kinder, welche zuverlässig und sicher die Liebe, Aufmerksamkeit und Zuneigung ihrer Bindungspersonen erfahren haben, entwickeln am ehesten einen sicheren Bindungsstil. Sie wirken auch in Partnerschaften gefestigt und haben keine Angst vor Nähe, Verpflichtung und langfristiger Bindung. Wer sicher ist, zeigt das oft auch in der Partnerschaft: Konflikte werden ausgelebt, denn sichere Menschen haben keine Angst vor der möglichen Konsequenz, dass sie verlassen werden könnten. So werden sie häufig als emotional ausgeglichener erlebt.
    • Einige Eltern erziehen rigide und vernachlässigend. Später entwickeln betroffene Kinder ein vermeidendes Bindungsverhalten. Ihnen ist in Partnerschaften ihre Unabhängigkeit besonders wichtig, sodass sie häufiger Distanz zu ihrem Partner herstellen. Viele vermeidend geprägte Menschen wirken deshalb in einigen Situationen besonders kühl und emotionslos, obwohl hinter der Fassade lediglich eine Art Schutzschild steht. Typischerweise neigen sie dazu, aus einer Situation zu flüchten, wenn sie sich eingeengt oder abhängig fühlen.

     

     

    Was hat unser Bindungsstil konkret mit einer guten Beziehung zu tun?

     

    Ist eine gute Beziehung überhaupt möglich, wenn doch so viele Menschen einen eher ängstlichen oder vermeidenden Bindungsstil entwickeln? Hier kommt die gute Nachricht für alle, die sich mit genau diesen ängstlich-vermeidenden Bindungsstilen identifizieren: Neue Forschungen zeigen, dass wir unsere Bindungsfähigkeit mittlerweile nicht nur von unserem individuellen Bindungsverhalten abhängig machen sollten, welches wir durch die Erziehung unserer Eltern entwickelt haben. Heute weiß man, dass auch weitere Zusammenhänge eine bedeutende Rolle spielen². Dazu zählen zum Beispiel unsere ganz persönlichen Erfahrungen, die wir im Laufe des Lebens machen. Auch diese können unsere späteren Beziehungen noch prägen. Eine Erkenntnis, die sicherlich erleichternd für Sie ist, wenn Sie zunächst Schlimmeres befürchtet haben. Wir müssen uns so nicht unserem "Schicksal" überlassen, sondern sind noch in der Lage, negativen Kindheitsprägungen etwas Positives abzuverlangen.

     

    Wie das funktioniert: Zunächst ist es wichtig, dass Sie Ihren individuellen Bindungsstil kennenlernen. Grundsätzlich gilt dabei, dass wir auch von allen Stilen gewisse Züge in unserem Verhaltensmuster aufweisen können.

     

    Machen Sie sich dafür Ihre typischen Muster einmal bewusst, indem Sie folgende Fragen beantworten und ordnen Sie sich so den oben beschriebenen Stilen zu:

    • Wie reagieren Sie auf die Nähe von Menschen, die Sie lieben?
    • Was verärgert sie am meisten in Alltagssituationen?
    • Welche Emotionen können sie schlecht verbergen?
    • Wie ist Ihr grundsätzliches Gefühl, wenn Sie an das Thema Liebe und Partnerschaft denken?

     

    Wer sich seine typischen Bindungsmuster bewusst macht, dem fällt es leichter, an sich zu arbeiten und auch dem Partner auf mögliche Bedürfnisse, Defizite und Wünsche aufmerksam zu machen. Das gilt übrigens für beide Partner. 

     

     

    Was sollte eine gute Paarbeziehung haben?

     

    Obwohl jeder Mensch unterschiedliche Bedürfnisse hat, sind sich die meisten über die wesentlichen Säulen der Liebe wohl einig: Viele Menschen wünschen sich einen zuverlässigen, ehrlichen, treuen Partner, mit dem sie die guten und schlechten Seiten des Lebens teilen können. Beziehungen sind jedoch niemals ganz perfekt – und wer diese Erwartungshaltung an den Tag legt, wird oft sehr schnell und sehr häufig enttäuscht. Deshalb lautet der wichtigste Tipp: Lassen Sie den Gedanken los, dass alles perfekt sein muss. Auch die folgenden Punkte, die alle wichtigen Säulen einer guten Liebesbeziehung darstellen, müssen nicht zu 100 Prozent erfüllt werden. Wichtig ist jedoch, dass die meisten Punkte eine wichtige Rolle in ihrer Partnerschaft spielen – oder Sie und Ihr Partner bereit dazu sind, an diesen zu arbeiten. 

    Grafik über die wichtigsten Eigenschaften einer guten Paarbeziehung
    Grafik über die wichtigsten Eigenschaften einer guten Paarbeziehung

    8 wichtige Eigenschaften einer guten Paarbeziehung | Grafik: ALL4SINGLES

    Vertrauen

     

    Eine Beziehung ohne Vertrauen – das kann sich kaum ein Mensch vorstellen. Es ist die Basis einer funktionierenden Liebespartnerschaft. Vertrauen bezeichnet für die meisten Menschen eine Art von subjektiver Überzeugung, dass sie sich auf das Handeln und die Absichten ihres Gegenübers überwiegend oder ganz verlassen können. Für andere wiederum bedeutet es, dass sie ihren wahren Charakter ihrem Partner gegenüber zeigen dürfen und sich darauf verlassen können, nicht abgewiesen oder verlassen zu werden. Sie vertrauen auch darauf, dass ihre ganz individuelle Liebe stark genug ist, Krisen standzuhalten. Mangelndes Vertrauen führt zum genauen Gegenteil: Partner kriegen sich oft in die Haare, wirken häufig misstrauisch und engen sich gegenseitig ein. Deshalb stellt Vertrauen einen essenziellen Teil einer gut funktionierenden Beziehung dar.

     

     

    Commitment

     

    Bei Commitment handelt es sich um einen psychologischen Fachbegriff³, welcher mit "sich verpflichten" übersetzt werden kann. Das klingt im ersten Moment zwar etwas nüchtern, um eine gut laufende Beziehung zu beschreiben. Tatsächlich sehnen sich jedoch die meisten Menschen, die sich in einer Beziehung befinden, danach, dass ihr Partner eine Art Pakt mit ihnen schließt. Es ist das Versprechen und auch die Überzeugung, eine langfristige Partnerschaft anzustreben, exklusiv zu bleiben, sich der Beziehung zu widmen. Commitment beschreibt also auch den Willen, dass Sie für Ihre Beziehung kämpfen, obwohl es zwischendurch mal etwas holpriger und kriselt. Die wichtigsten Fähigkeiten erlernen und festigen wir dabei nicht nur während einer Partnerschaft, sondern zum Beispiel auch in Freundschaften: standhaft bleiben, sich Krisen stellen und Emotionen ausdrücken. 

     

     

    Ehrlichkeit und Transparenz

     

    Ehrlich zu sein, das ist natürlich nicht immer ein Zuckerschlecken: Wer sich nicht sicher ist, wie der Partner auf eine bestimmte Mitteilung reagiert, vermeidet lieber die Wahrheit. Eine gute Beziehung zeichnet sich jedoch durch eine große Portion Ehrlichkeit und Transparenz aus. Das bedeutet: Notlügen sollten nur die Ausnahme darstellen, nicht aber die Regel. Häufig kommt es auch zu Konfliktsituationen, wenn Menschen gnadenlos ehrlich zueinander sind. Besonders harmoniebedürftige Partner neigen deshalb dazu, Sachen häufiger mal unter den Tisch zu kehren. Eine gute Idee ist das nicht, denn so wird das "Lügenkonstrukt" größer – und stürzt irgendwann komplett ein. Tipp: Menschen, die kontinuierlich an ihrem eigenen Selbstwert arbeiten, fühlen sich oft mutiger und sicherer als früher. So fällt es diesen Personen leichter, die Wahrheit zu sagen – obwohl diese manchmal besonders ungemütlich sein kann. Ehrlichkeit kann jedoch besonders erfrischend für eine Beziehung sein und ihr eine ganz eigene Dynamik verleihen und sie so stärken. 

     

     

    Kommunikation

     

    Gespräche, Gesten, nonverbale Kommunikation: Wer den Kontakt zu seinem Partner sucht und sich um eine offene Kommunikation bemüht, führt häufig eine gute Beziehung. Eine ehrliche Kommunikation signalisiert beiden Partnern, dass sie in ihrer Partnerschaft ernst genommen werden. Sie wissen häufiger, was ihr Gegenüber vom jeweiligen Partner erwartet, wie es dem anderen geht, welches Bedürfnis gerade aktuell ist. Kommunikation erleichtert deshalb auch den gemeinsamen Alltag. Eine fehlende Kommunikation kann sich negativ auf die Liebesbeziehung auswirken: Es kommt in der Regel immer wieder zu Missverständnissen. Betroffene fühlen sich nicht geschätzt, sehnen sich nach einer Rückmeldung des anderen – und die Situation endet besonders frustrierend. 

     

     

    Körperliche Anziehung

     

    Sexualität ist eine wichtige Komponente der Paarbeziehung. Während sie bei einigen Paaren eine eher untergeordnete Rolle spielt, ist sie bei anderen besonders ausgeprägt. Bei Erotik und Sex handelt es sich jedoch um besonders sensible Themen. Denn nicht jedes Pärchen spricht über sexuelle Bedürfnisse oder führt ein erfülltes Sexleben mit dem eigenen Partner. Dabei gilt: Sexuelle Zufriedenheit trägt einen großen Teil zu einer guten Beziehung bei, denn der Trieb stellt ein Grundbedürfnis dar. Deshalb spielt die körperliche Anziehung bei vielen Menschen eine entscheidende Rolle, wenn sie zum Beispiel ein Date haben oder auf der Suche nach der großen Liebe sind. 

     

    Klar ist auch: Es ist nicht wichtig, dass eine gute Beziehung nur anhand von leidenschaftlichen, perfekten und sich wiederholenden Sexerlebnissen definiert wird. Diese Wunschvorstellung bleibt häufig das, was sie ist: eine Wunschvorstellung. Um sich jedoch ausleben zu können und eine Anziehung zum Partner zu spüren, sollte auch die körperliche "Chemie" stimmen. Übrigens: Für viele Paare wird der Sex besonders interessant, wenn sie mit der Zeit neue Seiten an ihrem Partner entdecken. Es ist also ein Irrglaube, dass die rein körperliche Komponente für ein erfülltes Sexleben ausschlaggebend ist. 

     

     

    Die Fähigkeit zu streiten

     

    Streiten, sich bekämpfen, diskutieren, sich die Köpfe einschlagen: Wer Konflikte lösen will, muss manchmal in der Lage sein, richtig zu streiten. Häufig haben wir Angst vor dem Streiten, weil wir die Konsequenzen fürchten. Vielleicht fürchten wir, dass wir verlassen werden, nicht mehr geliebt werden oder die Anerkennung unseres Partners verlieren. Deshalb müssen einige Paare lernen, wie sie überhaupt miteinander streiten und eine gesunde Streitkultur entwickeln. 

     

    Wer Konflikte nicht austragen kann, muss mit den "Langzeitschäden" rechnen: Eine Beziehung, die voller unausgesprochener Konflikte steckt, droht damit, sich selbst zu ersticken. Partner haben so keinen Zugang zu den Bedürfnissen des jeweils anderen und wissen nicht, was ihr Gegenüber von ihnen erwartet. Unerfüllte Bedürfnisse führen immer wieder zum Scheitern einer Beziehung. Umso wichtiger ist es, auch mal mit dem Hammer auf den Tisch zu hauen – um gesehen zu werden, Grenzen zu setzen und für sich einzustehen. Streit sorgt übrigens oft dafür, dass Paare sich nach der Versöhnung häufig noch ein Stückchen näherkommen, denn sie zeigen sich verletzlich und sensibel. 

     

     

    Einfühlungsvermögen

     

    Empathie ist in vielen Situationen des zwischenmenschlichen Lebens gefragt. Wer sich in andere Menschen einfühlt, schafft eine gute Basis für Vertrauen, Nähe und Bindung. Manchmal will unser Gegenüber nicht unbedingt einen Lösungsvorschlag von uns hören – sondern nur gehört werden und Trost in unserer Anwesenheit finden. Gute Beziehungen zeichnen sich deshalb durch ein gesundes Maß an Einfühlungsvermögen aus. Dazu zählt, dass wir zuhören können, den anderen nicht bewerten und unser aufrichtiges Mitgefühl zeigen.

     

    Fehlt das Einfühlungsvermögen, kann es passieren, dass der Partner sich unverstanden und verletzt fühlt. Wer unangebracht auf eine sensible Situation reagiert oder sich weigert, seinem Partner Mitgefühl zu schenken, sollte keine allzu große Hoffnung in die Beziehung setzen. Denn fehlendes Mitgefühl sorgt für Distanz – und diese führt zum Erkalten der anfänglichen Verliebtheitsgefühle. 

     

     

    Spaß und Humor

     

    Ein gemeinsamer Humor ebnet häufig den Weg in eine gute Beziehung. Unter Humor verstehen die meisten Menschen eine Art von Bereitschaft, gelassen und mit Heiterkeit auf bestimmte Situationen zu reagieren. Wenn Sie mit Ihrem Partner lachen können, fühlt sich alles leichter an: Sie verbringen gerne Zeit zusammen, albern herum und vergessen auch mal, dass es gerade einen ernsten Streit gab. Der Spaß sollte in einer Beziehung deshalb niemals zu kurz kommen. Andernfalls kann es schnell passieren, dass sich ein trister Beziehungsalltag bei Ihnen einstellt. Zusammen lachen bedeutet auch, das Leben nicht ganz so ernst zu nehmen, sich gegenseitig aufzuheitern und das Gute in schlechten Situationen zu finden. Gemeinsame Witze und Insider – auch das sind typische Klassiker einer guten Beziehung. Sie schaffen eine besondere Verbindung, weil nur die Partner verstehen, worum es beispielsweise bei einer bestimmten Aussage geht. Diese Gemeinsamkeit schafft Exklusivität – und stärkt die eigene Partnerschaft auf spielerisch leichte Art und Weise.

     

    Das bedeutet zusammenfassend:

    • Vertrauen bildet immer die Basis von Beziehungen. Wenn Vertrauen fehlt, ist Nähe kaum möglich.
    • Commitment beschreibt, dass wir uns jemandem "verpflichten" – also ein Versprechen geben, dass wir die Beziehung fördern, an ihr arbeiten und nicht so schnell aufgeben.
    • Eine gute Beziehung zeichnet sich auch durch Ehrlichkeit und Transparenz aus: Wir können uns darauf verlassen, dass unser Partner uns die Wahrheit sagt.
    • Unverzichtbar: Kommunikation in Beziehungen. Wer miteinander spricht, verbalisiert seine Bedürfnisse und trägt zur Festigung der Partnerschaft bei.
    • Körperliche Anziehung stellt für viele Paare eine wichtige Komponente dar, um eine erfüllte Sexualität zu erleben.
    • Konflikte gehören zu jeder gesunden Beziehung dazu und sollten ausgetragen werden. Wer streiten kann, ist deshalb klar im Vorteil. 
    • Wer sich in andere Menschen einfühlt, hat größere Chancen auf eine gute und langfristige Beziehung. Empathie ist deshalb ein wichtiger Teil von guten Partnerschaften.
    • Humor: Wer gemeinsam lacht, stärkt die Beziehungsbasis. Der Alltag fällt leichter und angespannte Situationen lassen sich schneller lösen.

     

     

    Worauf achtet man zu Beginn einer Beziehung?

     

    Gerade frische Beziehungen sind der Gefahr ausgesetzt, schnell wieder zu zerbrechen. Der Grund: Es fehlt häufig noch das Vertrauen. Passiert etwas Unvorhersehbares in einer neuen Beziehung, eskaliert die Situation deshalb oft. Dann wollen wir uns vor einer weiteren Verletzung schützen, beenden die Partnerschaft und suchen schnell das Weite. Folgende Tipps unterstützen Sie bei einer frischen Beziehung:

     

    1. Geben Sie sich Zeit zum Kennenlernen: Wer sich in einer relativ frischen Beziehung befindet, sollte niemals davon ausgehen, seinen Partner bereits zu "kennen". Bleiben Sie deshalb stets neugierig und offen. Erzählen Sie auch von Ihren Träumen, Wünschen und Sehnsüchten. Das Kennenlernen ist häufig ein sehr langer Prozess, den wir nicht unterschätzen sollten. 

     

    1. Schenken Sie Ihrem neuen Partner einen Vertrauensvorschuss: Wir wissen mittlerweile, dass ohne Vertrauen gar nichts geht. Dieses ist jedoch kaum ausgeprägt, wenn wir einen Menschen noch nicht so richtig kennen. Ein Vertrauensvorschuss ist ideal, um einen Kompromiss für sich zu finden: Sie schenken Ihrem Gegenüber ein Stück Ihres Vertrauens. Da es sich jedoch nur um einen Vorschuss handelt, müssen Sie noch nicht in die Vollen gehen – und bewahren sich so ein Stück Ihres Schutzschildes. Das Ergebnis ist, dass Sie sich langsam öffnen und Ihre neue Beziehung genießen. 

     

    1. Setzen Sie sich und Ihren Partner nicht unter Druck: Frische Beziehungen dürfen unvollkommen sein. Das werden sie übrigens immer bleiben, denn wie wir wissen, gibt es keine perfekten Beziehungen. Eine gute Beziehung entsteht jedoch, wenn wir den Druck herausnehmen. Das bedeutet: Seien Sie geduldig mit sich und Ihrem Partner, sehen Sie Patzer nicht zu eng und erwarten Sie keine unrealistischen Gesten von Ihrem Traumprinzen oder Ihrer Traumfrau. Das bedeutet jedoch nicht, sich alles gefallen lassen zu müssen. Stecken Sie Ihre Grenzen genau ab – aber bleiben sie trotzdem offen für neue Situationen. 

     

     

    Wie frische ich eine eingeschlafene Beziehung wieder auf?

    Frau und Mann ermüdet und gelangweilt in der Beziehung
    Frau und Mann ermüdet und gelangweilt in der Beziehung

    Ist die Beziehung eingeschlafen? | Quelle: © Feodora - Adope Stock

    Sie sind mittlerweile schon länger in einer Partnerschaft, aber es fehlt irgendwie das Feuer? Die gute Nachricht: Sie sind damit nicht ganz allein. Auch die besten Beziehungen erleben manchmal einen Leerlauf. Das ist aber lange kein Grund, um eine Partnerschaft direkt zu beenden. Vielmehr geht es jetzt um die Königsdisziplin von guten Beziehungen: Bringen Sie Ihre Liebesbeziehung wieder zum Laufen, indem Sie ihr neues Leben einhauchen. Das funktioniert mit folgenden Vorschlägen: 

     

    1. Gemeinsame Zeiten schaffen: Rituale sind nicht jedermanns Sache. Es ist jedoch von großer Bedeutung, dass Paare diese in ihre Partnerschaft integrieren – unabhängig davon, wie viel Zeit Sie schon miteinander verbracht haben. Legen Sie deshalb einen gemeinsamen Tag fest, der nur Ihnen und Ihrem Partner gehört und an dem Sie sich bewusst Ihrer Liebe widmen. Das kann ein Gespräch über die Liebe sein, ein Kinobesuch oder ein gemeinsames Essen außerhalb der eigenen vier Wände. Und: Es geht nicht um die Kinder oder um die Arbeit – es geht um Sie beide. 

     

    1. Die Unabhängigkeit bewahren: Unabhängigkeit kann eine Partnerschaft wahnsinnig interessant machen. Wer sich allein beschäftigt, schafft damit die Basis. Suchen Sie sich deshalb ein neues Hobby, welches Sie nicht mit Ihrem Partner teilen. Eine gute Beziehung hält Freiräume aus und fördert sie sogar. Wer nur noch gemeinsame Aktivitäten mit dem Partner plant, wird schnell mit Langeweile konfrontiert. Um sich aufeinander freuen zu können und Spannung zu schaffen, sollten Sie deshalb unabhängiger werden.

     

    1. Den Partner überraschen: Ob im Bett oder mit einer verrückten Idee für die nächste Reise: Spontanität, Lust und Leidenschaft lassen eine Beziehung auf ganz besondere Weise aufleben. Oft leben wir in dem Glauben, unsere bessere Hälfte in- und auswendig zu kennen. Täuschen Sie sich jetzt nicht. Jeder trägt unausgesprochene Sehnsüchte im Herzen und lebt diese nicht immer aus. Seien Sie deshalb mutig, wenn Sie sich mehr für Ihre Beziehung wünschen. Sprechen Sie diese eine Idee an, die Ihnen schon länger im Kopf umherschwirrt. Im schlimmsten Fall reagiert Ihr Partner vielleicht abweisend oder gelangweilt. Das ist aber nur eine Annahme, die Sie zunächst überprüfen müssen. Sie haben in dieser Hinsicht nichts zu verlieren. 

     

     

    Gute Beziehungen brauchen Zeit und Hingabe – und sie lohnen sich

     

    Wir wissen jetzt, dass gute Beziehungen nicht einfach so vom Himmel fallen. Im Gegenteil: Sie wachsen langsam und deshalb brauchen sie unsere volle Hingabe. Obwohl wir Partnerschaften häufig mit Romantik, Leidenschaft und unersättlicher Liebe verbinden, sieht die Realität manchmal nicht ganz so glänzend aus. Und doch gilt: Gute Partnerschaften erfüllen uns, wenn wir sie richtig pflegen. Dann kommt die Romantik von ganz allein. Wenn Sie sich in einer frischen Beziehung befinden, sollten Sie die Sache mit viel Geduld angehen – und nicht sofort alles hinschmeißen, wenn Sie etwas bemerken, dass Ihnen so gar nicht in den Kram passt. Besser: Sprechen Sie über Ihre Bedürfnisse. Das gilt auch für Partnerschaften, die schon seit Längerem bestehen. Schließlich überrascht uns die Liebe immer wieder, wenn wir die Dynamik etwas verändern – und genau das ist es, was eine Beziehung so unglaublich spannend und erstrebenswert macht. 

     

    Quellen:

    ¹, ² https://www.randomhouse.de/leseprobe/Warum-wir-uns-immer-in-den-Falschen-verlieben/leseprobe_9783442220700.pdf 

    ³ https://cdn.beobachter.ch/sites/default/files/fileadmin/dateien/
    shop/Leseproben/Lprob_WasPaareStarkMacht_2011.pdf 

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    Autor: All4Singles

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